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Lyrik > Gesellschaftskritisches

Ein prinzipieller Prolog

von Carlo Ihde >>

Ein prinzipieller Prolog, noch viel unorigineller
dein erstes Wort zum Sonntag weil am
nächsten es sich wieder Beine in den Bauch
stehen müssen wird, oder Buchstaben in
den Wortstamm, die Tage wechselten die
Wochen wie Unterhosen, scheinbar täglich, vom
Gefühl her und das trügt ja ganz verlässlich
das Kind schon beim Aufstehen,
das Kind: Kannibalenmenü, da es sich
unentbehrlich macht weckt es Verzehrsbegehrlichkeiten
gegen Mittag oder Abend gern sich das Kind
einverleiben, um's zu beherrschen, so ähnlich
betreibt Popkultur die Entgötzung der Götzen.
Gequirlte Scheiße den Rezipienten zu fressen
gegeben, gehobelten Wortmist in Breikonsistenz,
so etwas heißt Pflicht und kann Anpassung
heißen noch bevor sie als Freiheit genossen werden
konnte aus einem Gefühl der Freiheit heraus.
Worte auf Halde standen sich die Beine in
den Bauch, so hab ich im Kopf nur grob
die Summe überschlagen, Zähler addiert, eins
im Quadrat, zwei im Sinn und das Reziprok
hier verrät mir und euch, was mir fehlt.

17. Mai 2007
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