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Kurzgeschichten > Alltag

An die Geliebte

von Marc Donis >>

AN DIE GELIEBTE

Leb‘ wohl, adieu, mein Herz schlägt langsam.
Ich hab‘ gesucht, geweint, gedacht.
Und fühl‘ ich mich durchaus recht einsam.
Behütet mich und hält die Nacht.
So schau‘, wie schlägt mein Herz, der Ballen.
Sodass der Drang in mir nichts nützt.
Und war ich selbst, wie Stein, zerfallen.
So bleibt die Lieb‘, die mich noch schützt…

Leb‘ wohl, adieu, mein Herz schlägt leise.
Ich hab‘ geliebt, gelacht, verzeiht.
Und sag‘, was ist durchaus die Weise.
Die schlichtet nichts, als Schuld und Leid.
Leb‘ wohl, adieu, mein Herz schlägt bieder.
Und spür‘ ich schon, im Leib den Brunst.
Erkennt mein Herz, dein Herz nun wieder.
Erkennt, mein Schatz, die Lieb‘ auch uns.

Leb‘ wohl, adieu, mein Herz schlägt langsam.
Denn hab‘ ich oft den Tod erstrebt.
Und fühl‘ ich mich durchaus recht einsam.
Vergeblich? Nein, ich hab‘ gelebt…

12.04.2026
Berlin Biesdorf-Süd
(c) Marc Donis

13. April 2026
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