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Kurzgeschichten > Alltag
vergessen! Weisst du ich bin nicht schwul oder so etwas in der Art, aber wenn einer deiner besten Kollegen einfach vor deinen Augen erschossen wird, dann ist das überhaupt nicht lustig.“ „ Ich kann es gar nicht fassen.“ „ Ich glaube, du hast mich falsch verstanden, du willst mich ja nicht ein Mal ausreden lassen. Aber glaube mir, Leo lag sehr am Herzen und wie kommst du überhaupt auf die Idee, das ich unser Kennenlernen vergessen habe.“ „ Weisst du was ich denke, ich denke, du kannst deine Wut nicht ganz so gut kontrollieren!“, sagte Nia ernst. „Mag ja sein, weisst du, ich kann es einfach nicht verstehen, was geschehen ist. Hatte er Feinde oder war er vielleicht in eine Sache verwickelt, von der wir nichts wussten. Das macht mich so ratlos.“ Mit diesem Satz war dann das Gespräch beendet.

Die Uhr zeigt 10:00 Uhr an. Nia und Marc warten im Wartezimmer des Polizeipostens in Kreuzberg. Aus einer Tür kommt ein Mann heraus, also ein Polizist, der die beiden in den Vernehmungsraum bittet. Er stellt sich mit Herr Ernst vor. „Also meine Herren, ich muss alles genaustens wissen, was Vorgestern geschah! Wer will beginnen?“
Marc erzählt: „Also, es war so: Wie jeden Samstag Nachmittag wollte ich mich mit Leo und Nia um 16:00 treffen, Nia ist der Herr zu meiner rechten Seite. Wir gehen dann immer für zwei Stunden ins Fitnessstudio. Ich komme jeweils mit Leo, weil wir aus der gleichen Richtung kommen, Nia ist meisten schon da, wenn wir kommen, weil er aus einem andern Stadtteil kommt und auch sonst gern zu früh ist. Ehmm, kommen sie nach?“, fragte Marc, den Herr Ernst, der alles genau aufschrieb. „ Ja, machen sie nur so weiter.“ „ Also auf jeden Fall lief ich mit Leo Richtung
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