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Kurzgeschichten > Alltag

Die Schachblume

von Marc Donis >>

DIE SCHACHBLUME
Fritillaria meleagris

Und hoff‘ ich, du lebst mir, dann weiter als Blume.
Als Blüte, die hab‘ ich doch schweigend geliebt.
Und bleibt mir dann etwas. Von deiner posthume.
Wer sagt mir, ob’s Schönheit grundsätzlich noch gibt.
Und weißt du, ich meide schon schließlich die Tage.
Denn seh‘ ich in diesen nichts weiter als dich.
Und wenn ich mich wieder im Kummer verschlage.
Doch blüht mir die Blume im Garten wohl nicht…
Und hoff‘ ich, du lebst mir, dann weiter als Blüte.
Als Blume, die hab‘ ich doch scheinbar gesät.
Wer kennt schon die Gnade und einfach die Güte.
Und hat mich der Winde schon wieder verweht.
Und weißt du, ich meide seit Wochen die Farben.
Ich sehne mich weiter. Vertrieben zur Nacht.
Doch wirst du nicht blühen, die Blüten erstarben.
Ich hab‘ mir das Keimen durch Träumen erdacht.

Und hoff‘ ich, du lebst mir, dann weiter als Dolden.
Denn seh‘ ich in diesen nichts weiter als dich.
Ich wünschte, die Himmel, sie schienen nun golden.
Denn blüht mir die Blume im Garten wohl nicht…
Und hoff‘ ich, du lebst mir, dann weiter als Blume.
Doch hab‘ ich schon wieder von Blumen geträumt.
Und während ich schließlich in meiner verstumme.
Dann hab‘ ich ein bisschen vom Leben versäumt.

Und hoff‘ ich, du lebst mir, dann weiter als Blume.
Doch hab‘ ich mich wieder in Blumen verbliebt.
Bloß sage mir, Mädchen. Was bleibt dir posthume.
Wenn es nur das Leben und Sterben hier gibt.
Und hoff‘ ich, du lebst mir, dann weiter als Blume.
Und hab‘ ich mich offen. Durch Liebe gekränkt.
So blühst du mir gar nicht. Was immer ich fühle.
Denn hab‘ ich mich wieder in Tränen ertränkt.
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