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Kurzgeschichten > Alltag

Ein Leben

von Marc Donis >>

EIN LEBEN
Ob wir leben oder sterben, ist bedeutungslos

So weiß ich nicht wirklich, ob Sterne hier scheinen.
Sodass ich schon Nächte im Herzen vergaß.
Auch wird mich das Sterben mit Sternen vereinen.
Denn weiß ich nicht wirklich, wer Leben besaß.
Doch weiß ich nicht wirklich, ob morgen ich lebe.
Denn grab‘ ich mir jedoch im Herzen das Grab.
Auch wenn ich mir gar nicht. Mitnichten vergebe.
Dann stützen mich Sterne und Himmel nun ab.

So weiß ich nicht wirklich, ob Sterne noch scheinen.
Denn hab‘ ich sie lange nun gar nicht gesehen.
Und sag‘ mir, was bringt schon alleine das Weinen.
Wenn Tränen nicht heilen. Die leise vergehen…
So weiß ich nicht wirklich, ob Sterne hier bleiben.
Verbleiben die Sterne. Wenn schließlich ich geh‘?
Und wenn ich mal sterbe. Was werden sie sagen?
Doch komme ich wieder. Als Flocken im Schnee…

So weiß ich nicht wirklich, ob Sterne hier scheinen.
Und wenn ich mal sterbe. Dann lass‘ ich das sein.
Und sag‘ mir, wie soll ich den Morgen beschreiben…
Ich träume vom Leben. Doch engt es mich ein…
So weiß ich nicht wirklich, ob Sterne hier scheinen.
Und wenn schon, so hab‘ ich sie gar nicht gesehen.
Ich liebe. Doch kann ich die Liebe nicht meinen.
Denn kann ich das Leben mitnichten verstehen…

So weiß ich nicht wirklich, ob Sterne hier welken.
Doch hab‘ ich mal wieder. Um deiner geweint.
Ich brauche kaum Flieder und Rosen und Nelken.
Doch sag‘ mir, ob morgen die Liebe noch bleibt.
So sag‘ mir, ob wirst du auch morgen noch bleiben.
Doch bist du nichts weiter als Nebel und Dunst.
Wie kann ich die Liebe. Das Schicksal beschreiben.
Geboren zum Sterben. Doch leb‘ ich durch Kunst.
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