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Kurzgeschichten > Alltag
Danach kann man sich im Glanz der Doppelverglasung gegenseitig beobach-ten. Manche greifen dafür zum Fernglas – offiziell, um Vögel zu beobachten….
Warum um Himmels Willen zünden die Kovacics den Grill erst um 21 Uhr an? Heimat ist da, wo der Duft von Grillade nach 20 Uhr als Provokation gilt.
Gegessen wird eigentlich traditionell schweizerisch früh und immer pünktlich, gegrüsst wird knapp. Nüt für uguet, gäu, mir sy grad am Ässe.

Man lebt nebeneinander. Immer dichter. Zäune sind im Grundbuch eingetra-gene Grenzen und damit staatlich beglaubigte Distanz.

Heimat ist da, wo der Schweizer nicht stört und selbst nicht gestört wird. Man grüsst sich, begegnet einander aber nicht.

Ob Rosenacker, Blumenfeld, oder Sonnenrain, die Namen wechseln, das Prin-zip bleibt. Man bleibt. Man wohnt, wohnt sich ein, wohnt sich fest. Man ist sich ganz nah und doch so fern.

Bequem auf Distanz, ordentlich vereinzelt.

(c) Marc P Sahli 2026

15. März 2026
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