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Verzeih‘ mir, denn neigen die Dichter zum Sterben.
Denn spür‘ ich als Dichter die Nähe zum Tod.
Mitnichten die Nähe. Die Sehnsucht will werben.
Lebt wohl doch, ihr Erden. Die scheinen jetzt rot.
Verzeih‘ mir, denn neigen die Dichter zum Lieben.
Ich neige und liebe die Sehnsucht zum Tod.
Und hab‘ ich schon tausend Gedichte geschrieben.
Und jedes ersetzte mir schweigend mein Brot…
Verzeih‘ mir, denn neigen die Dichter zum Sterben.
Und bin ich nicht sicher. Ob Erde mich hält.
Wenn schließlich sich Nächte durch Tage entfärben.
So schließ‘ ich die Augen. Leb‘ wohl nun, du Welt…
Verzeih‘ mir, denn neigen die Dichter zum Weinen.
Und hab‘ ich die Lyrik, mein Engel, verflucht.
So hoff‘ ich, dass morgen die Sterne nicht scheinen.
Denn hab‘ ich als Dichter zu leben versucht…
04.03.2026
Berlin Gropiusstadt / Neukölln
(c) Marc Donis
4. März 2026 |
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