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Lyrik > Alltag
Und wirkt es mitunter, recht seltsam zu leben.
Von Schule zur Schule ins jene Labor.
Ich wünschte, ich könnte als Taube entschweben.
Weil ich mich in Proben und Stoffen verlor‘.
Und werden die Tage, ich merke, nur länger.
Doch sage mir Vater, was ist schon das Glück.
So wirkt es, als wär‘ ich für immer im Kerker.
Und kehr‘ ich aus diesem nicht lebend zurück.
Und irgendwie seltsam erscheinen die Ösen.
Die Platten, der Agar und alles steril.
Wer könnte mich endlich aus Leben erlösen.
Denn wird es der Seele des Dichters zu viel.

19.01.2026
Berlin Gropiusstadt / Neukölln
Labor für Mikrobiologie
(c) Marc Donis

20. Januar 2026
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