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Kurzgeschichten > Alltag
Auf dem Weg dorthin vergesse ich den brutalen Zack-Angriff. Besänftigt von lang gezogenen Tsschhs. Zugtüren öffnen und schließen sich. Sie zischen den An- und Abreisenden ein ‚Bonjour‘ oder ‚Au revoir‘ zu. Ich durchquere Halle A. Hier unten müssen die Schließfächer sein. Das passende Schild scheint eher in eine Katakombe zu führen. Davor ein Putzmann. Was für ein Glück. Sein weißer Overall kontrastiert sein indisches Gesicht. Er verspricht Hilfe: „Ah, les consignes!“ Stellt Lappen und knallig-blauen Eimer ab. Führt mich beherzt an dieser seltsam gekrümmten Wand entlang. Entlang der Riesenwerbung einer Baufirma. Nun stehe ich vor dem Schalter des Ein- und Aufschließens. Bald drängt mich das nervöse Pieps, Pieps eines Kartenlesers hinter der Schleuse voran. Mein Koffer ist bestrahlt und ausgeleuchtet. Wartet auf dem Laufband. Er ist nun willkommen im neuen Reich. Pieps, pieps: den nächsten Ankömmling spült es hinzu.

Erneut verliere ich mich in dieser Welt aus Fächern, Zahlen und Codes. Die französischen Worte. Die Vielzahl an Preisen, Größen, analogen und digitalen Zahlungsoptionen. Dieses Gefühl der Fremde erkläre ich mir mit dem Seniorenalter, dessen Verlust von Flexibilität. Ein erneutes: „Excusez, …“. Schon taucht aus dem engen Korridor, zwischen Stapeln aus grauen, gelben und roten Fächern, ein großgewachsener jüngerer Mann auf. Farblich verschmilzt seine dunkelblaue Uniform beinah mit seinem Gesicht. Goldene Knöpfe glitzern. Mit federndem Gang tritt der Beamte auf mich zu. Führt mich zielstrebig zu einem Fach, das sich in idealer Höhe fürs Aufschließen befindet. Geduldig erklärt er mir Handgriffe und Prozesse
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