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„Vielleicht nehmen Sie lieber dieses Fach da hinten? Es kostet zweieinhalb Euro weniger, hat Platz genug für Ihren kleinen Koffer.“
Wie großzügig! Dankbar, ohne Zögern, frage ich ihn nach seiner Herkunft und seiner Heimatsprache. Erst später überlege ich mir, ob der Mann in seinen Dreißigern meine Frage rassistisch aufgenommen hat. Der weitere Ablauf sieht eher anders aus: Er verwandelt sich in Sekundenbruchteilen! Als hätte meine Neugierde an einem unsichtbaren Faden gezogen.
Ein gefühltes Schnippen mit dem Finger. Ich vergesse seine Uniform. Er hebt ein Bein, zieht das andere nach. Dreht sich um die eigene Achse. Hüpft. Trommelt mit seinen Schuhen einen Rhythmus. Der Fachmann für ‚consignes‘ wird zum Tänzer. Steigert sich in wenigen Minuten in eine Art Trance und stimmt ein Lied an. Aus seiner canción stechen die Vokale A, I und O heraus. Er gibt sie in verschiedenen Tonlagen von sich. Als vermittelten sie einen Sturm der Gefühle. Tak! Schon zerschellt seine Darstellung am harten Klack, Klack seiner Schuhe, die Zehenspitzen zurück auf dem Beton. Er zupft kurz an seiner Uniform. Richtet seinen Blick wieder auf mich. Nun erst beantwortet er meine Frage: Er komme aus Puerto Rico. In seiner Heimat spreche er hauptsächlich Kreol. Gerne hätte ich ihn weiter über seine Musik und seine Sprache befragt. Stattdessen strecke ich ihm leicht verwirrt ein Trinkgeld entgegen. Er lehnt es höflich-bestimmt ab: „C’est mon service“. Schon verschwindet er in den engen Korridoren.
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