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Kurzgeschichten > Alltag
Auch der puertoricanische Beamte im Reich der Schließfächer könnte ein “Ají, ají … oder ein „cacique“ in seinen spanischen Sound einbezogen haben. Mit ihrer Musik drücken seine Landsleute Selbstermächtigung aus. Eine Form des Widerstands. Ein Häuptling, ein ‚cacique, hat ihn angestoßen. Zweihundert Jahre nach Kolumbus, 1692, wurde Loíza offiziell zur Stadt ernannt. Sie trug den Namen des weiblichen Häuptlings Yuisa. Die Stadt wuchs sehr schnell. Sie war Zufluchtsort von Flüchtlingen; von Taino-Indigenen und afrikanischen Sklaven. Ihr Widerstand wuchs. In dieser Stadt schlug die Geburtsstunde einer Musik als Sprache der Revolte: Bomba. Bomba!

Diese Musik muss komplex sein, damit sie als alltägliche und politische Vermittlung fungieren kann. Sie besteht aus einem Mix tradierter Refrains und der Improvisation des Hauptsängers. In der Diaspora vermitteln die Bomba-Schulen Wachsamkeit, Widerstand und Stolz. Im Nordosten Puerto Ricos tanzt und singt man: „En Loíza vive gente!“. In Loíza formierte sich 2020 auch die erste „Black Lives Matter“-Bewegung dieser karibischen Insel. Auslöser war der Widerstand gegen den Mord an George Floyd.

Bomba! Bomba!

9. Juli 2026
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