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ergehen. Ich kenne jetzt noch viele Foltermethoden, die ich bei der Bundeswehr gelernt habe. Eigentlich dürfte ich dir das gar nicht sagen, dass ich solche Dinge gelernt habe, aber als Elitesoldat lernt manche Dinge, von denen man meinen würde, dass sie gar nicht zur Ausbildung gehören. „So, Marc, jetzt komm wieder mal auf den Boden. Wir gehen morgen erst Mal zur Polizei und dann kannst du weiter schauen.“ „ Warum sollte ich runter kommen! Hast du eigentlich alles vergessen, was wir mit Leo erlebt haben!“ „Nein, aber.“ „Was aber, da gibt es kein aber. Weisst du nicht mehr wie wir uns kennen gelernt haben, hast du das etwa alles vergessen! Weisst du ich bin nicht schwul oder so etwas in der Art, aber wenn einer deiner besten Kollegen einfach vor deinen Augen erschossen wird, dann ist das überhaupt nicht lustig.“ „ Ich kann es gar nicht fassen.“ „ Ich glaube, du hast mich falsch verstanden, du willst mich ja nicht ein Mal ausreden lassen. Aber glaube mir, Leo lag sehr am Herzen und wie kommst du überhaupt auf die Idee, das ich unser Kennenlernen vergessen habe.“ „ Weisst du was ich denke, ich denke, du kannst deine Wut nicht ganz so gut kontrollieren!“, sagte Nia ernst. „Mag ja sein, weisst du, ich kann es einfach nicht verstehen, was geschehen ist. Hatte er Feinde oder war er vielleicht in eine Sache verwickelt, von der wir nichts wussten. Das macht mich so ratlos.“ Mit diesem Satz war dann das Gespräch beendet.
Die Uhr zeigt 10:00 Uhr an. Nia und Marc warten im Wartezimmer des Polizeipostens in Kreuzberg. Aus einer Tür kommt ein Mann heraus, also ein Polizist, der die beiden in den Vernehmungsraum bittet. Er stellt sich mit Herr Ernst vor. „Also meine Herren, ich |
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