| Kurzgeschichten > Alltag |
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| und ging vor das grosse Fenster und sagte immer wieder vor sich hin: „Das ist doch verrückt.“ Er konnte es einfach nicht glauben. „ Marc, hallo bist du noch hier.“ „Ja, was ist denn!“ „Ehmm hallo, ja was soll denn schon sein, könntest du mir bitte sagen, was los ist!“ Doch dieser Satz stiess auf taube Ohren. Erst nach fünf Minuten fragte Marc Nia: „Was hast du gesagt?“ „Ich wollte wissen, was es mit diesem Daniel Kobler oder seinem Sohn namens Laurent Kobler auf sich hat!“ „Ach ja. Also, als ich in der Bundeswehr war, war ich ja Elitesoldat, er war es ebenfalls. Unser Verhältnis war eigentlich gut bis wir eines Tages eine Übung am Bodensee hatten. Wir waren Zweierteams und hatten den Auftrag, Mienen zu entschärfen. Was wir natürlich auch machten, doch nicht ganz erfolgreich. Eben, und dort war ich dann mit Laurent Kobler im Team. Als wir uns an unsere letzte Miene heranmachten, ging etwas schief. Also schief ist noch schön gesagt. Es ist etwas passiert, was nie hätte passieren dürfen. Ich musste die Miene so ruhig wie nur möglich mit einer Zange halten, was mir leider nicht ganz geglückt ist. So blöde es jetzt auch tönt. Ich konnte sie nicht ruhig halten, weil mir ein Fisch genau in die Hand geschwommen ist. Dadurch fiel die Miene auf den Grund und explodierte. Mir geschah nichts schlimmes, aber ihm, weil er viel näher an der Miene war. Er starb noch an Ort und Stelle. Was aber noch schlimmer war, war, dass sein Vater unser Vorgesetzter war. Er glaubte mir diese Geschichte nie, aber das Gericht schon. Was eben auch keiner weiss, ist, dass dieses Missgeschick überhaupt jemals geschah. Es wurde so fest wie möglich geheim gehalten. Jeder, der von diesem Vorfall wusste, |
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