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Geständnis
von Marc Donis >>
GESTÄNDNIS
La mélancolie, le chagrin, l’amour, les adieux,
le désespoir et le dégoût de soi ne s'apprennent
pas à l’école. Mais qu’importe ?
Und möchte der Teufel, wie immer die Seele.
Doch sagte ich wieder dem Teufel nun nein.
Bedrängt schon der Stricke alleine die Kehle.
Denn reißt mich das Leben, ich denke, nur ein.
Die Lyrik bringt Wunder, was sollte ich lernen.
Verzeih‘ mir, oh Mutter. Ich hab‘ dich enttäuscht.
Und leb‘ ich nicht, Vater. Ich greife nach Sternen.
So kann ich nur Lyrik und Russisch und Deutsch...
So will mich die Wahrheit ein wenig verwunden.
Entfern‘ ich mich weiter und weiter von Gott.
Bloß habe ich gar nichts, rein gar nichts gefunden.
Und wirkt es, als wär‘ nun das alles umsonst.
Es scheint so, als wären die Stunden vergeblich.
Ich möchte, doch will ich mitnichten den Ruhm.
Und leb‘ ich, als wär‘ ich für immer unsterblich.
Verdien‘ ich die Liebe vielleicht nur postum…
Und möchte der Teufel, wie immer die Seele.
Und bleib‘ ich mitnichten, ich bleibe nicht jung.
Und wenn ich die Träume mal wieder verfehle.
Dann hab‘ ich das Leben, mein Engel, versucht.
Und möchte der Teufel, wie immer die Seelen.
Doch find‘ ich im Leben am Ende kein Halt.
Und sollte ich sterben, so werd‘ ich dir fehlen?
Verzeih‘ mir, oh Mutter, denn bin ich zu kalt.
Inmitten der Mäuse und Würmern und Schaben.
Sodass mich die Schule noch weiter zerbricht.
Und willst du die Liebe, so kannst sie haben.
Ich sehne mich bisschen, ein wenig nach Licht.
Und möchte der Teufel bloß reden und reden.
Doch alles hat einfach, in seiner, den Preis.
So sag‘ ich den Freunden, ich liebe hier jeden.
Verzeiht mir, wenn lauf‘ ich tagtäglich im Kreis. |
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