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Sommertagstrauer
von Marc Donis >>
SOMMERTAGSTRAUER (ODER: ETWAS ÜBER MICH)
Trilogie | Lepidopterologische Lieder I, II, III
A kone?n? m?žu zase dýchat…
I
Und nennt mich, ich bitte, mitnichten auch Dichter.
Ich dichte, doch bleibt es für immer ein Traum.
So wirken die Tage durch Schmerzen nur schlichter.
Ich schreibe, doch kenn‘ ich mich selber noch kaum.
Und nennt mich, ich bitte, mitnichten auch Dichter.
Denn sind mir die Stunden auch gar nicht bekannt.
Was wäre, wenn wären selbst Herzen schon Richter.
Dann wirken die Träume und Wunder verbrannt.
Und nennt mich, ich bitte, mitnichten auch Dichter.
Verzeih‘ mir, oh Mutter. Denn werd‘ ich Slawist.
Wie prägen die Kummer die schwachen Gesichter.
Wodurch man die Träne der Liebsten dann ist.
Und nennt mich, ich bitte, mitnichten auch Dichter.
Verzeih‘ mir, doch hab‘ ich schon vieles noch vor.
Doch such‘ ich stattdessen im Schatten die Lichter.
Und tötet mich schließlich schon dieses Labor…
Und nennt mich, ich bitte, mitnichten auch Dichter.
Ich lebe, doch weiß ich nicht wirklich wozu…
So wirken die Tage durch Schmerzen nur schlichter.
Und decken die Zähren mich sichtbar schon zu.
Und nennt mich, ich bitte, mitnichten auch Dichter.
Denn dichte ich Schöne seit Wochen auch kaum…
So werden selbst Teufel, mein Engel, zum Richter.
Doch wurden die Leben und Stunden zum Traum… |
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