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Kurzgeschichten > Alltag
Wer sagt mir nun endlich. Wie lange wir bleiben.
Wobei es mir gar nichts, ich denke, mehr nützt.
Doch will ich die Verse für immer noch schreiben.
Denn haben sie lange mich wahrlich beschützt…
Wer sagt mir nun endlich. Wie lange wir lieben.
Doch ist mir als Dichter. Nicht vieles vertraut.
Wie miss‘ ich in meiner. Seit Jahren den Frieden.
Die Blumen, die duften. Im Winde das Kraut…

Und miss‘ ich vor allem, ich denke, die Gassen.
Die Wälder. Die Haine. Die Wege aus Sand.
Selbst Rosen an Ecken. Die Bäume an Straßen.
Doch hab‘ ich nicht vieles. Von diesen gekannt.
Wer sagt mir nun endlich. Wie lange wir bleiben.
Wir sitzen und träumen und schauen vom Dach.
Ich wünschte, man könnte das alles beschreiben.
Verliert man sich jedoch beim Träumen danach…

Wer sagt mir nun endlich. Wie lange wir weilen.
Umgeben von Schatten. Die Kälte in Blocks.
Verbrenn‘ ich zum Wärmen die Verse und Zeilen.
Gedeihen aus Asche und Trauer die Phlox…
Wer sagt mir nun endlich. Wie lange wir leben.
Doch haben wir gar nicht, ich meine, gelebt.
So könnte das Leben auch morgen schon enden.
So leben wir schließlich. Nur diesen Moment.
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