| Kurzgeschichten > Humor |
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Der nächste Käse, noch ein Weisswein, noch eine Flasche, dann noch eine. Schafs-, Ziegen-Weichkäse mit weisser Rinde. Probieren. Riechen. Schmecken.
Ich werde sprachlich immer eloquenter und körperlich immer weniger belastbar.
«Das stinkt.» Nein. «Das megget.»
Auch nicht ganz.
«Es meiet bigoscht. Das heimätelet fasch e chly.»
Wieder nur Schweigen und böse Blicke.
Mit Heimat meine ich in diesem Fall nicht Berge, Alphorn oder sonst etwas. Ich meine den Moment, wenn die Gülle ausgeführt wurde. Goût de terroir eben. Sehr viel terroir.
Ich stehe auf.
Die anderen degustieren weiter.
Ich verlasse das Hinterzimmer und gehe auf die Toilette.
Dort erweitert sich mein berndeutscher Wortschatz noch einmal.
Retour mampfe, chotze, göögge. Em Ueli rüefe. Chörble, d Schüssle umarme. Kapöberle. Bogehueschte.
Für gewisse Dinge hat unsere Sprache eine erstaunliche Präzision.
Drinnen im Säli wird weiter degustiert.
(c) Marc P Sahli 09.08.2026
10. August 2026 |
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