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Wahrheit
von Marc Donis >>
WAHRHEIT
Und wirkt es mitunter, recht seltsam zu leben.
Sodass ich mich wieder in Rosen verfing‘.
So lass‘ uns wie Motten dem Morgen entschweben.
Denn leben und lieben, war nimmer mein Ding.
Und fühl‘ ich mich wahrlich im Leben gefangen.
Und werden die Tage, ich denke, bloß gleich.
Doch sagt mir, was soll ich im Herzen verlangen.
Sodass ich dem Morgen, wie immer, entweich‘.
Und wirkt es mitunter, recht seltsam zu leben.
Tagtäglich zu atmen und lieben sogar.
Ich glaube, ich möchte mitnichten mehr sterben.
Denn scheint es mir sinnlos, wie immer das war.
Und wirkt es mitunter, recht seltsam zu weilen.
Zu weilen auf Straßen und jenem Labor.
Befremdlich erscheint mir das Dichten der Zeilen.
Sodass ich mich einfach in diesen verlor‘.
Und werden die Tage, die kommen, sich gleichen.
Tagtäglich das Wehleid, das meiner gebar.
Ich wünschte, ich könnte, entrinnen und weichen.
Dorthin, wo ich niemals als Lebender war…
Und wirkt es mitunter, recht seltsam zu leben.
Und werden die Tage, ich denke, zu lang.
Ich wünschte, ich könnte mich einfach ergeben.
Verzeih‘ mir, oh Mutter. Zu groß ist der Drang. |
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