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Zum Neujahr und Büßen

von Marc Donis >>

ZUM NEUJAHR UND BÜ?EN
Une élégie du réveillon du Nouvel An

Und sag‘ mir, mein Engel, wie kann man in Tränen ertrinken.
Vergib‘ mir die Taten, die schwinden und enden bei Nacht.
Und siehst du die Tage, die schließlich im Monde versinken.
Doch wisse mein Mädchen. Ich hab‘ dir den Abschied bedacht.
Und während wir weinen, erblühen im Schatten doch Rosen.
Sodass dann im Lichte, im Morgen, die Liebe mild keimt.
Verschlagen mich Winde, die schließlich im Winter ertosen.
Was ist schon die Liebe. So hab‘ ich mir diese gereimt.

Und lässt du, mein Engel. Die Schmerzen in meiner ertragen.
Und wenn ich nicht atme, dann hab‘ ich zu wenig geliebt.
Sodass mich die Wochen, wie immer, nach Hause verschlagen.
So weiß‘ ich nicht wirklich, wo jedoch mein Platze hier liegt.
Doch sag‘ mir, du Schöne, wohin ich auch schließlich gehöre.
Ich suche die Wege, doch bin ich für Städte noch fremd.
Verlor‘ ich die Sehnsucht, die kennen die ganzen Malheure.
Und wenn ich mal sterbe, so wird wohl die Erde mein Hemd.

Und sag‘ mir, mein Engel, wie kann man bloß immer versagen.
Doch weißt, du mein Herze. Ich habe mich gar nicht gekannt.
Wenn schließen sich Augen, so werden die Herzen verschlagen.
Entfremdet mich alles, was wahrlich an deiner mich band‘.
Und sag‘ mir, mein Engel, wie kann man in Tränen ertrinken.
Und schwinden die Wolken, als wären das Träume für uns.
Und wenn ich mal weine, dann sollen die Sterne mir blinken.
Ich lebe, mein Engel. Denn rührt mich das Treiben der Kunst.
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