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APRILSCHNEE
Der Garten stand im Grün
mit Frühlingsblüten drin,
mit Hummeln und mit Bienen,
mit bunten Schmetterlingen,
vorgestern war es heiß.
Jetzt ist der Garten weiß,
es regnete am Morgen Eis,
verwirbelt von dem Sturm,
jetzt schneit es nasse Flocken,
Gesträuch und Blumen knicken
von schwerer Last gebeugt,
die Vogelbrut erfriert,
das Nest liegt auf der Straße,
das hat der Sturm getan
in frühen Morgenstunden.
Noch gestern war der Vogelgesang
so laut wie selten zuvor,
und jetzt ist Stille eingetreten.
Der Tod kam ganz in Weiß,
und keiner hielt ihn auf. |
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