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Mag man nun die Schelle schmieden.
Wird die Kohle schon verbrannt.
Wer vollbringt die Tat im Frieden.
Der erhört den Klang im Land.
Schaut, der Guss wird still bereitet.
Muss die falsche Glocke her.
Dass man sich ums Kupfer streitet.
Passt die Rippe sonst nicht mehr.
Vorsicht, Vorsicht, muss man walten.
Die Schablone, die jetzt passt.
Muss das Glück sich gleich entfalten.
Gießt man Glocken ohne Hast.
Schaut und glüht die Glockenspeise.
Bisschen Kupfer, Blei und Zinn.
Und geschieht’s nach Art und Weise.
Die Legierung nach dem Sinn.
Lasst die Tat, die Kunst beginnen.
Schaut, wie rinnt es in dem Schwall.
Mag der Fluss, Glück auf, nun rinnen.
Schwer ergießt sich das Metall.
In die Form, die wurd‘ vergraben.
In die falsche Glocke rein.
Wird man bald die Schelle haben.
Will die Pracht beständig sein.
Ist’s getan und scheint bestanden.
Dieser, jene schwerer Teil.
Ist es auch ein schönes Zeichen.
Dass die Speise kreist, derweil.
Muss die Glocke jetzt erkühlen.
Bis man bricht, entfernt den Lehm.
Zwischen Furcht und den Gefühlen.
Welche jeder Schmieder kennt.
Vielleicht ist es nicht geworden.
Wie der Meister es gern hätt‘.
Vielleicht ist die Bronz‘ gesprungen.
Was die Fleiß umsonst dann tät‘
So vergeht die Woch‘ um Wochen.
Ist die Masse endlich kalt.
Wird der Lehm im Hieb gebrochen.
Sieht man nun das Werk im Spalt. |
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